>> Haus der Gesundheit <<
UMFASSEND REKONSTRUIERT
 

Heilen und helfen: Einem Haus ins Gesicht geschrieben

Vielen Sonnebergern wird es schon aufgefallen sein: Das Haus am Bahnhofsplatz 5 imponiert seit neuestem nicht nur äußerlich in gefälligen hellen Farbtönen, nein auch im Inneren hat sich etwas getan. Das Ambiente ist nach einer unfangreichen Verjüngungskur größer und freundlicher geworden. Dabei ging von dem historischen Flair des Gebäudes nichts verloren.

In hellen und freundlichen Räumen sind die AOK-Mitarbeiter stets bemüht, den Ratsuchenden hilfreich zur Seite zustehen.

das Verbinden von wunden, Eingeben von Medizin, Abhören usw. Nach 1945 wurde die AOK im Osten Deutschlands, wie alle anderen Krankenkassen, aufgelöst und die einheitliche Sozialversicherung gebildet. Diese bezog nun das Gebäude zusammen mit der Politik. Fast ein halbes Jahrhundert später übernahm die AOK wieder ihr Haus am Bahnhofsplatz 5. Um 1991 für die Versicherten in der Region wirksam werden zu können, bleib nicht viel Zeit.

Im Gegenteil. Das "Haus der Gesundheit" wie es sich heute nennt und in dem neben der AOK der Gesundheits-Treff Impulse, das HC-Plegeteam und die Augenarztpraxis von Dipl.-Med. Ulrich Nimz zu finden sind, fällt nach wie vor durch seine imposante Architektur auf. Das Gebäude am Bahnhofsplatz 5 gehört zu jenen, die von der städtebaulichen Entwicklung Sonnebergs künden. Die Baugeschichte des Hauses geht bis an den Anfang der 20er Jahre zurück.

Errichtet von einer amerikanischen Firma, wurde zunächst von der Firma M. Hoffmann & Co. als Geschäfts- und Lagerhaus genutzt. 1926 war die AOK in Sonneberg auf der Suche nach einem neuen größeren Domizil, das Verwaltung und medizinische Einrichtungen unter einem Dach vereinigen sollte. Aus Kostengründen hatte man sich gegen einen Neubau entschieden und erwarb statt dessen das bis dahin von M. Hoffmann genutzte Gebäude am Bahnhof. Nach den Plänen des Architekten Walter Buchholz entstand bis 1927 ein neues repräsentatives Verwaltungsgebäude,

das als Einmaligkeit im Sonneberger Land galt und über Jahrzehnte hinweg eine Vorbildfunktion inne hatte. Zu den baulichen Veränderungen zählt unter anderem die Verlegung des eigentlichen Treppenhauses in die Mitte des Gebäudes. Bedeutsam ist auch hier der bauplastische Schmuck. Geschaffen wurde er von dem Sonneberger Edmund Meusel. Thematisch bezieht sich Meusels Bauplastik auf das Heilen und Helfen. Schon das große Relief über dem Haupteingang zeigt dies. Im Treppenhaus schuf er Reliefs, auf denen er Kinder darstellte, die medizinische Tätigkeiten ausführen:

An große bauliche Veränderungen war nicht zu denken. Nur die untere Etage konnte gerade mal grob überholt werden. Die komplette Sanierung und Modernisierung des Hauses wurde einige Jahre später realisiert. Vom Ergebnis der Arbeiten, die jetzt abgeschlossen wurden, kann sich jeder Bürger am morgigen Sonntag selbst ein Bild machen. Von 10 bis 17 Uhr lädt das Haus zu einem Tag der offenen Tür ein, bei dem es neben einem Blick hinter die Kulissen, jede Menge Aktionen und ein großes Gesundheitsquiz gibt.