Die Tischlerinnung Sonneberg stellt sich vor
 

Sonneberg(td). Wer zwei linke Hände hat, sollte besser nicht Tischler werden. Dieser braucht nämlich nicht nur handwerkliche und technische Begabung, sondern auch Interesse am Umgang mit Technik und Maschinen, gutes Vorstellungsvermögen und Freude an der Arbeit mit Holz, um nur die wichtigsten Voraussetzungen zu nennen. Wie in den meisten Gewerken, so haben sich auch die Tischler zu einer Innung vereinigt. Die Tischlerinnung Sonneberg hat derzeit 27 Mitglieder. Als Innungsobermeister hält der Sonneberger Klaus Hähnlein mit seinem Vorstand die Fäden in der Hand.

Handwerkliches Geschick und Sinn für Geschmack - nur zwei Anforderungen für einen anspruchsvollen Beruf. Innungsobermeister Klaus Hähnlein bei der Arbeit
Foto: Donau

Die Innung hat vielfältige Aufgaben. So werden nicht nur die gewerblichen Interessen vertreten. Nein. Vielmehr geht es den Handwerkern auch um die Pflege des Gemeingeistes und der Berufsehre, um Handwerkertraditionen und die wirtschaftlich technische Förderung. Es werden Fachvorträge veranstaltet, Schulungen durchgeführt und auch den Worten der Berufsgenossenschaft wird gern Gehör geschenkt, schließlich arbeiten die Tischler meist mit Maschinen mit sehr hohen Drehzahlen. Wer da nicht hunderprozentig bei der Sache ist, kann schnell einige Finger verlieren

und damit sein Leben gefährden. Fachhändler nutzen ebenfalls die Gelegenheit, neue Materialien, speziell für Fußböden(Parkette, Laminate), sowie Schall-, Rauch- und Feuerschutztüren vorzustellen. Ein- bis zweimal pro Jahr treffen sich die Innungsmitglieder zu Versammlungen. Der Vorstand sitzt natürlich öfter zusammen, um über aktuelle Probleme zu diskutieren. Dann geht es oft auch um die Ausbildung der Lehrlinge. 12 bis 15 Lehrlinge werden pro Jahr bei den Innungsmitgliedern, die allesamt Handwerksmeister sind, ausgebildet. Auch wenn es vom Freistaat Förderungen für die Lehrlingsausbildung gibt,

so ist es sehr aufwendig, neue, hochqualifizierte Fachkräfte auszubilden. Hier ist unter anderem die Arbeit des Vorsitzenden des Gesellenprüfungsausschusses, Rudi Blechschmidt aus Effelder, gefragt. Der Innungsobermeister, Klaus Hähnlein, bescheinigt ihm und seinem Gremium eine sehr gute Arbeit. Dieser Ausschuss nimmt übrigens auch die Zwischen- und Gesellenprüfungen anderer Firmen in der Branche und des Beruflichen Fortbildungswerkes (BfW), Außenstelle Sonneberg, ab. Die nächste Gesellenfreisprechung geht im September 2000 über die Bühne.